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Ärzte-Bereitschaft wird neu aufgestellt - Rufnummer: 1450



Das derzeitige Bereitschaftsdienstsystem mit seinen 92 Sprengeln bietet der steirischen Bevölkerung keine umfassende Versorgung mehr, da Wochentagdienste teilweise bis zu 50% unbesetzt und auch am Wochenende einzelne Sprengel durch Stellenbesetzungsprobleme mangelhaft versorgt sind.

Gemeinsam mit der Ärztekammer für Steiermark, der Stmk. Gebietskrankenkasse und dem Gesundheitsfonds Steiermark wurde nunmehr auf Basis der Problemlagen die Neustrukturierung des Bereitschaftsdienstes konzipiert und ein attraktives System zur Teilnahme für ÄrztInnen vereinbart.

Der neue Bereitschaftsdienst wird ab 01. April 2019 in nunmehr 24 Regionen mit geänderten Dienstzeiten (Montag-Freitag von 18.00– 24.00 Uhr und am Wochenende und feiertags von 07.00 Uhr–24.00 Uhr) als reiner Visitendienst organisiert. Um den derzeit beschränkten Teilnehmerkreis zu erweitern und damit die Vertragspartner der steiermärkischen Gebietskrankenkasse zu entlasten, dürfen nunmehr alle ÄrztInnen der Allgemeinmedizin an diesem Dienst teilnehmen.

Die neue Region 22 setzt sich nunmehr aus Deutschfeistritz, Frohnleiten, Gratkorn, Gratwein-Straßengel, Peggau, Sankt Oswald bei Plankenwarth, Semriach, Übelbach (siehe Karte) zusammen und wird in den Zeiten des neuen Bereitschaftsdienstes durch ÄrztInnen versorgt. Die detaillierte Abklärung mittels eines Expertensystems in der Leitstelle des Roten Kreuzes (erst ab 01. April freigeschalten: Gesundheitstelefon mit der Rufnummer 1450 erreichbar 365 Tage, 24 Stunden) durch geschultes diplomiertes Gesundheitspersonal (sowie einer/m Arzt/Ärztin im Hintergrund) ermöglicht es, in Zukunft eine zielgerichtete Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen und somit wirklich notwendigen Visiten an BereitschaftsärztInnen weiterzugeben. Notfälle werden sofort und direkt an den Notarzt bzw. an die Leitstelle übergeben. Bei Bagatellerkrankungen (z.B. Zeckenbiss) wird zu einem niedergelassenen Arzt bzw. zu einer niedergelassenen Ärztin oder in ein Gesundheitszentrum am nächsten oder übernächsten Tag verwiesen. Der Einsatz dieses Expertensystems hat sich in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Vorarlberg in einer zweijährigen Pilotierung bewährt und wird nunmehr auf ganz Österreich ausgerollt.

Die niedergelassenen ÄrztInnen (Dr. Höfer-Wegan, Dr. Radda, Dr. Lutfi, Dr. Ammerer) nehmen vorerst wegen ungeklärter Fragestellungen an diesem Dienst nicht teil. Der bisher angebotene Ärztedienst wird nicht mehr angeboten.