Beseitigung von Unwetterschäden
Wohin mit dem vielen Wasser?
Die häufigen und teils intensiven Niederschläge haben heuer einige Probleme mit sich gebracht. Vor allem Hangrutschungen und Vermurungen in Folge der starken Niederschläge haben zu Schäden geführt, aber auch das Problem mit dem nicht mehr aufnahmefähigen Boden, der das Wasser nur noch oberflächlich abrinnen lässt, wird immer offensichtlicher. In einigen Bereichen konnten durch bereits vorhandene Rückhaltebecken größere Schäden verhindert werden. Neben einem Schutz durch Schutzverbauungen, welche für den Übelbach, den Schneckengraben- und Köppelgrabenbach weiter angestrebt werden, bittet die Gemeinde die Grundbesitzer auch selbst mit lokalen Maßnahmen Vorsorge für Hochwasser und Unwetterereignisse zu treffen. Gerade Objekte, welche im Überflutungsgebiet des Übelbaches oder in einer Gefahrenzone der Seitenbäche stehen, sollten mit einfachen Methoden von den Besitzerinnen und Besitzern sicherer gemacht werden. Im Falle einer Niederschlagskatastrophe kann nämlich nicht überall gleichzeitig geholfen werden. Ob ein Objekt gefährdet ist, ist im Flächenwidmungsplan der Marktgemeinde ersichtlich. Hier einige Tipps:
- Lichtschächte sollen über das angrenzende Niveau hervorstehen.
- Im Keller sollte ein Pumpensumpf vorgesehen werden.
- Das Niveau des Fußbodens der untersten Wohnetage sollte mindestens 30 cm höher als das angrenzende Gelände sein.
- Mobiles Hochwasserschutzmaterial sollte lagernd sein (Pfosten, etc.).
- Durchlässe, Einlaufgitter und ähnliche Bauteile sollen immer gewartet sein.
- Wenn Flächen durch Asphaltierung oder Pflasterung versiegelt werden, bitte an eine entsprechende Versickerung denken.
- Das Oberflächenwasser sollte möglich in Schächten zur Versickerung gebracht werden. In Bereichen mit Regenwasserkanälen sollten diese nur für einen Überlauf des Sickerschachtes herangezogen werden.
- Die Sickerschachtgröße soll 27 Liter pro m² versiegelter Fläche (Dach- und Asphaltflächen) betragen.
- Einbau von Rückstauklappen im Fäkal- und Regenwasserkanal.
Silberwürfel, Oktober 2009
Hochwasserschutzmaßnahmen
Unwetterschäden 2010
2010 hat es wieder einige Unwetter gegeben. Die Schäden an Gemeindestraßen belaufen sich auf ca. € 120.000,00. Teilweise wird die Sanierung über den Katastrophenfonds von Bund und Land bezahlt, da aber die Auszahlung mittlerweile länger als ein Jahr dauert, muss die Gemeinde die Schadensbehebung vorfinanzieren und bleibt auf der zusätzlichen Zinsbelastung sitzen. Deshalb konnte teilweise nur das Notwendigste saniert werden.
Durch geschickte Verhandlungen ist es der Gemeinde gelungen, vorbeugende Maßnahmen umzusetzen. In Kleintal wurden zwei Geschieberückhalterechen errichtet und im Bereich Pastner und Sportplatz ein Hochwasserretentionsraum, um einige Wohngebäude, Sportheim, Bauhof und die Sportplätze vor einer Überflutung durch ein Jahrhundert-Hochwasser zu schützen. Das Rückhaltebecken wirkt sich leider nur sehr lokal, ca. 500 m bachabwärts, positiv auf das Abflussverhalten des Übelbachs aus. Ein positiver Effekt für Deutschfeistritz kann nicht erzielt werden. Die Kosten für diese Maßnahmen wurden überwiegend von Bund und Land getragen. Dafür bedankt sich die Gemeinde sehr herzlich.
Silberwürfel, Dezember 2010







